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Die Probleme des Wachstumsparadigmas
werden kleingeredet:
Stellungnahme der AWO:

„In diesem Zusammenhang muss die Bundesregierung auch bereit sein, sich bislang unbeantworteten bzw. schwierigen Fragen zu stellen. Hierzu zählt nicht zuletzt die Diskrepanz zwischen dem weiterhin postulierten sowie auch in der NHS erkennbaren Wachstumsparadigma und den planetaren Grenzen.“ (S. 5) Vollständiger Text

Stellungnahme der Diakonie:

„Vor dem Hintergrund christlicher Werte sowie der Erkenntnis, dass in einer endlichen Welt ein unendliches Wachstum nicht möglich ist und zu Raubbau und Übernutzung der natürlichen Lebensgrundlagen sowie zur Zerstörung der Schöpfung führt, ist die Rolle, die dem Wirtschaftswachstum als Wert an sich an einigen Stellen der NHS zugeschrieben wird (z.B. S. 14) zu überdenken. Es ist deutlicher herauszuarbeiten, wo weiteres Wachstum möglich und nötig ist und in welchen Branchen es die eigenen Nachhaltigkeitsziele konterkariert. Die NHS sollte dabei nicht hinter den konsentierten Teil des Abschlussberichts der Enquête-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ zurück fallen.“ (S. 2) Vollständiger Text

Stellungnahme von Misereor:

„Mit Sorge sehen wir, dass die NHS kaum Selbstkritik am bestehenden deutschen Wachstums-und Wohlstandsmodell enthält.“ (S. 2)

„Wer über Wachstum redet, sollte über Suffizienz nicht schweigen!“ (S. 2)

„Statt faktisch auf ein „Weiter so!“ zu setzen, muss die NHS einen Impuls für einen tiefgreifenden Wandel unserer Wirtschaft und unseres westlich geprägten Konsum- und Produktionsverhaltens bieten.“ (S. 2/3)

„Aus Sicht von MISEREOR müssen vor allem die negativen Auswirkungen unseres Wirtschaftens und Handelns auf die Lebensbedingungen der Menschen in anderen Teilen der Welt minimiert und unser ökologischer Fußabdruck reduziert werden.“ (S. 3) Vollständiger Text

Stellungnahme der Verbraucherzentrale Bundesverband:

„Im Kern der Strategie, den Managementregeln, muss die globale Dimension von Nachhaltigkeit stärker zur Geltung kommen. Hier müssen übergeordnete Ziele (z. B. Klimaschutz durch Dekarbonisierung) verankert und eine klare Abkehr vom Dogma des rein quantitativen Wirtschaftswachstums ausgesprochen werden. Sucht man den Begriff „Effizienz“, stößt man auf 70 Treffer in der NHS. „Suffizienz“ und „Konsistenz“ ergeben jeweils Null Treffer.“ (S. 4/5) Vollständiger Text

Stellungnahme des Rats für nachhaltige Entwicklung:

„Die Suffizienz darf in einer Nachhaltigkeitsstrategie kein Fremdkörper bleiben. Sie ist gleichrangig und subsidiär zu Effizienzgewinnen und innovativen Neuerungen und transformativen Umbaumaßnahmen, weil industrialisierte Gesellschaften die für die globalen Nachhaltigkeitsziele erforderliche, deutliche Reduktion ihres Ressourcenverbrauchs nur durch ganzheitliche Herangehensweisen glaubwürdig anstreben können.“ (S. 9)

„Vor diesem Hintergrund müssen Grenzen des Wachstums innerhalb Deutschlands thematisiert und Export- und Importstrategien einer kritischen Überprüfung unterzogen werden.“ (S. 10) Vollständiger Text

Stellungnahme Arno Behlau für attac-Regionalgruppe Rhein-Sieg:

„Anders ist nicht zu erklären, dass in der Nachhaltigkeitsstrategie und ihren Maßnahmen zwar einerseits immer wieder von der Wichtigkeit der Einbeziehung der Bevölkerung gesprochen wird, andererseits aber seit längerer Zeit vorliegende alternative Konzepte zur bestehenden nicht-nachhaltigen Wirtschaftsweise (z.B. Postwachstumsgesellschaft, Buen Vivir, gemeinwohl-orientierte Wirtschaft, SOLAWI, …) nicht einmal erwähnt werden. Hier wäre von einer ernsthaft um nachhaltige Entwicklung bemühten Regierung zu erwarten, dass die Befassung mit derartigen Konzepten in den Maßnahmenkatalog Nachhaltigkeit aufgenommen und auf breiter öffentlicher Ebene diskutiert würde, zumindest jedoch Gegenstand der Beratungen im Staatssekretärsausschuss und im Bundestag würde.“ (S. 3) Vollständiger Text